Papstwappen
Jugend & Studium

 

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Jugend

Joseph Aloysius Ratzinger wurde im oberbayerischen Marktl am Inn (Sprengel im niederbayerischen Bistum Passau) als Sohn des Gendarmeriemeisters Joseph und der Köchin Maria, geboren. Er hat zwei Geschwister, Maria Ratzinger und Georg Ratzinger. Das Umfeld, in dem Ratzinger aufwuchs, war tief religiös geprägt.

Geburtshaus Josef Alois Ratzinger

Geburtshaus Ratzinger
Marktl am Inn, Geburtshaus Papst Benedikts XVI. Zwei Jahre nach seiner Geburt, am 11. Juli 1929, zog die Familie nach Tittmoning an der Salzach, am 5. Dezember 1932 nach Aschau am Inn, wo Ratzinger seine Grundschulzeit verbrachte. In den 1930er Jahren, nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten, kaufte der Vater ein kleines Bauernhaus in Hufschlag bei Traunstein. Hier, so Ratzinger in seinen Erinnerungen, sei die „eigentliche Heimat“ der Familie gewesen, da sich der Vater, der als Gendarm sein ganzes Leben beruflich flexibel sein musste, nach der Pensionierung dort niedergelassen hatte. Trotz der finanziellen Belastung schickten die Eltern Joseph Ratzinger und seine Geschwister in ein Internat, wo der Einser-Schüler durch seinen besonderen Ehrgeiz auffiel.

1941 wurde Ratzinger mit 14 Jahren, gemäß der Dienstpflicht des Gesetzes über die Hitler-Jugend (1936), wie nahezu alle Jugendlichen zu dieser Zeit in die Jugendorganisation aufgenommen. Im Alter von 16 Jahren wurde er als Flakhelfer für den Schutz einer BMW-Fabrik außerhalb Münchens eingesetzt. Auf die Frage eines Vorgesetzten nach seinem Berufsziel gab er schon damals das Priesteramt an. 1944 wurde er zur Grundausbildung eingezogen und ins österreichische Burgenland zum Reichsarbeitsdienst versetzt, wo er unter anderem bei der Errichtung von Panzersperren eingesetzt wurde. In den letzten Kriegstagen desertierte er. Dennoch kam er 1945 in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Als Seminarist des in Traunstein ansässigen damaligen Priesterseminars machte er das Abitur auf dem Chiemgau-Gymnasium in Traunstein.

Studium

Von 1946 bis 1951 studierte Ratzinger Katholische Theologie und Philosophie und zwar an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Freising sowie am Herzoglichen Georgianum der Universität München und Freiburg. In Freising trat er der katholischen Studentenverbindung K.St.V. Lichtenstein-Hohenheim zu Freising-Weihenstephan im KV bei.

Nach eigener Auskunft wurde der nach Abkehr von der Dominanz des Neukantianismus suchende Student insbesondere durch Werke von Gertrud von le Fort, Ernst Wiechert, Fjodor Dostojewski, Elisabeth Langgässer, Theodor Steinbüchel, Martin Heidegger und Karl Jaspers beeinflusst. Als Schlüssellektüre bezeichnete er Steinbüchels Umbruch des Denkens. Zum Abschluss seines Studiums sah er sich bei den älteren Kirchenvätern eher zum tatkräftigen Augustinus als zu Thomas von Aquin hingezogen; bei den Scholastikern interessierte er sich für den heiligen Johannes Bonaventura

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Als am Dienstag, dem 19. April 2005, kurz vor 18 Uhr der Rauch aus dem Kamin der Sixtinischen Kapelle aufsteigt, herrscht gespannte Erwartung auf dem Petersplatz. Dann verkünden die Glocken des Petersdoms: "Habemus Papam" - wir haben einen Papst!

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