Papstwappen
Priester und Erzbischof

 

Kompendium zum Katechismus der katholischen Kirche Reservieren Sie sich Ihr Exemplar jetzt hier

Josef Ratzinger

Priesterweihe bis zum Bischof

1951 empfing er zusammen mit seinem Bruder Georg Ratzinger das Sakrament der Priesterweihe durch den damaligen Erzbischof von München und Freising, Michael Kardinal von Faulhaber. Seine Primiz feierte er in der Stadtpfarrei St. Oswald in Traunstein.

Josef Ratzinger und Johannes Paul I

Ratzinger (rechts) und Papst Johannes Paul I
Während des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962–1965) war Ratzinger auch Berater und Redenschreiber des Kölner Erzbischofs Joseph Kardinal Frings. Er vertrat in dieser Eigenschaft eine reformorientierte Auffassung, etwa bezüglich der Besetzung von Kommissionen oder des Kurientextes über die Offenbarung. Eine von Ratzinger verfasste Rede Frings gegen neuscholastische Erstarrung Roms und gegen Missstände im Heiligen Offizium verlangte summarisch transparentere Verfahren. Sie wurde als Paukenschlag und als Brandrede gewertet und fand unter den Zuhörern des Zweiten Vatikanischen Konzils starken Beifall. Die Rede machte Ratzinger schlagartig in Kirchenkreisen bekannt. Unter dem Schlagwort aggiornamento (in das Heute bringen) war er Anhänger einer Öffnung der Kirche. Diese liberale Grundeinstellung, mit der er die Veränderungen des Konzils befürwortete, relativierte sich jedoch in der Folgezeit – nach eigenen Angaben während der 68er-Bewegung u. a. in Tübingen –, da er den Glauben durch heraufkommende „Beliebigkeit“ gefährdet sah. In Universitätsveranstaltungen war es zum Teil zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen, die den jungen, eher zurückhaltenden Hochschullehrer mutmaßlich persönlich getroffen haben. Der einst als Reformer gehandelte Ratzinger wandelte sich zum Bewahrer. So bildete sich das konservative Bild, das sich in der öffentlichen Wahrnehmung verfestigt hat. Die konservative Einstellung behielt er auch als Professor und Erzbischof von München und Freising bei. Sie trug offenbar maßgeblich zu seiner späteren Ernennung zum Präfekten der Glaubenskongregation durch Papst Johannes Paul II. bei.

kadinal-ratzinger-in-polen

Kardinal Ratzinger
im Mai 2003 in Polen.
1976 wurde Ratzinger der Ehrentitel eines Päpstlichen Ehrenprälaten für besondere Verdienste um die Kirche verliehen.

Ratzinger (rechts) und Papst Johannes Paul I.Im März 1977 ernannte Papst Paul VI. Joseph Ratzinger zum Erzbischof von München und Freising. Die Bischofsweihe empfing er am 28. Mai durch den Bischof von Würzburg, Josef Stangl. Mitkonsekratoren waren der Bischof von Regensburg, Rudolf Graber, sowie der Weihbischof von München und Freising, Ernst Tewes. Bereits zwei Monate später wurde er am 27. Juni zum Kardinal erhoben. Als solcher empfing er den polnischen Episkopat in München, darunter auch Karol Wojtyła, der bald darauf, nach dem kurzen Pontifikat von Johannes Paul I., zum Papst gewählt wurde. An beiden Wahlen war Ratzinger beteiligt. Ratzingers Bischofsmotto lautet: Cooperatores veritatis (lat, deutsch: Mitarbeiter der Wahrheit, nach 3 Joh,8).

Der Papst aus Deutschlanf Der Papst aus Deutschland von Helmut S. Ruppert

Mehr dazu ...

 

[Home] [Jugend] [Akademiker] [Priester] [Pabstwahl] [Pontifikat] [Johannes Paul II] [Impressum]